Geschichte


Feil: Wurde von Naomi Feil in der Mitte der 1970er Jahre entwickelt. Erste Veröffentlichungen 1982.

IV: Wurde von Nicole Richard in der Mitte der 1990er Jahre entwickelt. Frau Richard hat nie mit Frau Feil zusammengearbeitet noch hat sie eine Validationsausbildung nach Feil.

Klientel


Feil: Speziell für desorientierte Hochbetagte, die häufig als Demenzen des Alzheimer Typs diagnostiziert werden. Unterscheidet die Verwirrtheit in 4 Phasen: unglücklich orientiert, Zeitverwirrtheit, sich wiederholende Bewegungen und Vegetieren.

IV: Kein spezifisches Klientel auch außerhalb der Demenzkranken.

Theorie


Feil: Die Validations-Methode basiert auf der Theorie der Lebensaufgaben von Erik Erikson. Feil entwickelte zusätzlich die letzte Lebensaufgabe, die sie Aufarbeiten gegen Vegetieren nannte. Sie sagt, dass altersverwirrte Menschen noch versuchen, eine gescheiterte Lebenaufgabe zu lösen um in Frieden sterben zu können.

IV: IV baut teilweise auf der Validationsmethode auf. Sie stimmt jedoch nicht den Aufarbeitungsphasen zu. Sie ist in erster Linie daran interessiert, dem Pflegepersonal die Kommunikation mit dementen Menschen zu erleichtern.

Methode


Feil: Benutzt spezielle verbale und nonverbale Techniken jeweils den Aufarbeitungsphasen entsprechend. Der Anwender ist bemüht, den Bedürfnissen des Klienten zu entsprechen damit er die individuelle Realität erkennt.
Der Anwender muß sich zuerst zentrieren, den Klienten betrachten, um den notwendigen Respekt zu entwickeln. Nonverbale Techniken beinhalten Spiegeln, den Einsatz von Musik, Tanzen sowie den ausgedrückten Gefühlen mit Gefühlen zu antworten. Das Verhalten wird mit den dahinterliegenden Bedürfnissen in Verbindung gebracht und spezielle Berührungen werden eingesetzt. Verbale Techniken sind: offene Fragen stellen, umformulieren, den bevorzugten Sinn ansprechen, nach den Extremen fragen und erinnern.
Validation kann einzeln und in Gruppen praktiziert werden. Gruppenvalidation besteht aus einem Gruppenleiter plus einem Co sowie 4-8 altersverwirrten Menschen. Sie dauert ca. 1 Stunde/Woche und wird speziell dokumentiert. Es gibt einen bestimmten Ablauf mit fester Sitz- und Rollenzuordnung der einzelnen Mitglieder.

IV: Beginnt mit einer Sitzung, die die hinter dem verwirrten Verhalten liegenden Gefühle erkundet. Die Techniken beinhalten: wiederholen der Gefühle, die hinter dem verwirrten Verhalten stecken, das Verhalten mit eigenen Worten beschreiben, Ansprache des Klienten mit Namen, möglichst verknüpft mit einem biographischen Datum, das die verwirrte Person gefühlsmäßig ausdrücken will; Benutzen von Sprichworten, die die persönliche Situation widerspiegeln. Es wird mehr festgestellt als gefragt. Zusätzlich wird Spiegeln als Technik genutzt.
Einstellung des Anwenders

Feil: Der Anwender bemüht sich um Respekt, ist nicht urteilend oder bewertend und ist emphatisch mit den desorientierten sehr alten Menschen.

IV: Der Anwender ist bemüht, nicht zu urteilen und den Klienten zu akzeptieren